Wie die Weihnachtsfeier stressfreier wird

3 Tipps über den Umgang mit Kommentaren und gutgemeinten Ratschlägen

Familienfeiern und Freundinnentreff war für mich früher Stress pur. Warum? Weil mein Kind dort mit seinem Verhalten immer negativ auffiel und ich mir dann meistens gute Ratschläge und Kommentare von allen anhören musste, wie ich es als Mutter besser machen könnte. «Carmen, schrei doch nicht so.» «Kein Wunder tanzt er Euch auf der Nase herum, Du lässt ihm ja auch alles durchgehen.» «Du musst halt mal strenger sein.» «Weisst du, bei mir ist das ja ähnlich, aber ich mache dann folgendes…..»Die meisten davon waren ja auch gut gemeint, aber geholfen haben sie mir nie. Oder um wieder Kurt Tucholsky zu zitieren: “Das Gegenteil von Gut ist nicht Böse, sondern Gut gemeint.” Lass uns also mal anschauen, warum solche Kommentare bei uns oft die falsche Reaktion auslöst.

Warum helfen diese Kommentare nichts:

  1. Ich fühlte mich dadurch nur als schlechte Mama, die ihr Kind nicht erziehen konnte.
  2. Die gutgemeinten praktischen Verhaltenstipps waren für mein neurodiverses Kind einfach meist falsch, denn was bei neurotypischen Kindern funktioniert (aber deswegen nicht richtiger ist), ist oft eine Sackgasse bei den neurodiversen Kindern.
  3. Ich fühlte mich noch mehr unter Druck es «besser» zu machen, ohne genau zu wissen wie es besser geht, was letztlich zu noch mehr Überwältigung meinerseits führte.
  4. Ich schämte mich noch mehr für mein Verhalten und das meines Kindes. Denn, dass ich weniger schreien sollte, war mir selbst klar, aber abstellen konnte ich es deshalb auch nicht besser.
  5. Ich fühlte mich genauso unverstanden wie mein eigenes Kind und habe dann auch ähnlich reagiert.

Heute gelingt mir der Umgang damit schon besser, obwohl es manchmal immer noch schwierig ist. Denn all das nagt an deinem Selbstwertgefühl. Die Erkenntnis, dass aber ich sehr wohl etwas an den Situationen ändern kann, hat mir dabei schon geholfen.

Hier kommen daher 3 praktische Tipps für dich, wie auch du damit besser umgehen kannst:

  1. Setze aktiv Grenzen: mache deiner Familie oder Freunden klar, dass du nicht mehr bereit bist über Kindererziehung mit Ihnen zu diskutieren. Sollte es trotzdem Kommentare geben, dann überlege dir einen Standardsatz, den du sagen kannst. Sowas wie: «Danke für deinen sicherlich gutgemeinten Ratschlag oder Kommentar, aber ich habe mich entschlossen, auf meine eigene Intuition zu hören was die Erziehung meines Kindes betrifft.»
  2. Lerne Nein zu sagen: Wenn du schon vorher weisst, dass eine Verabredung schwierig für dein Kind und dich werden wird, darfst du auch gerne dazu mal nein sagen! Generell versuche ich mich mit Leuten zu umgeben, die mich aufbauen und ich mich wohlfühle, statt mich weiter herunterzuziehen. Ich weiss, bei Familie ist das manchmal schwierig.
  3. Achte auf deine eigenen Bedürfnisse um ruhiger bleiben zu können und vor allem vergiss nicht tief zu atmen!!

Wenn du mehr an dir arbeiten willst, dass dich solche Situationen irgendwann mal weniger stressen oder gar nicht mehr stressen, dann bist du bei mir genau richtig. In meinem 6 monatigen Rundum Sorglos Paket arbeiten wir an genau an diesen Themen!

Alles Liebe,

Carmen

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