Wenn Meditation einfach nicht für dich funktioniert…

und was du stattdessen tun kannst, um Stress abzubauen

Also wenn es hier jemanden gibt, der gut im «Streng sein» mit sich selbst ist, dann bin ich das. Yoga praktiziere ich ja schon viele, viele Jahre und nachdem ich so vieles über die positiven Effekte über Meditation gelesen hatte, dachte ich mir also, dass es an der Zeit sei, Meditation in mein Leben zu bringen. Aber bei der Umsetzung, bauten sich doch gleich mal ganz viele Hürden auf. Vielleicht kennst du die eine oder andere schon.

Die Hürden

  • «Meditation praktiziert man am besten früh morgens.» Aber meine Nächte waren schon kurz und noch früher aufzustehen, schaffte ich nicht.
  • «Meditation übt man am besten regelmässig.» Ich schaffte es, wenn überhaupt nur sehr sporadisch und das gab mir wenig Motivation für die nächste erfolgreiche Durchführung.
  • «Meditation macht man am besten in einem dafür vorgesehenen, ungestörten und ruhigen Platz.» Okay, diesen in unserer Wohnung zu finden, war äusserst schwierig bis unmöglich.
  • «Meditation ist still und regungslos auf dem Boden sitzen.» Bequemes sitzen, war bei mir nicht. Nach 5 Minuten schliefen mir die Füsse ein.
  • «Während der Meditation denke ich an nichts.» Für mich unmöglich. Ich hatte (und habe) ein «Monkey Mind», an nichts zu denken, war für mich schier unmöglich.

Und jetzt ratet mal, meine eigene Erwartungshaltung gegenüber mir selbst, mit all diesen Überzeugungen wie Meditation zu sein habe, hat mich dazu geführt es gleich ganz sein zu lassen. Und gleichzeitig nagte wieder die Unzufriedenheit an mir, dass ich es nicht hinbekam. Ein stetiger Frust.

Heute weiss ich, dass für so gestresste Leute wie ich es war, dieser Anspruch nicht nur unrealistisch war, sondern vielleicht auch die eine oder andere Entspannungstechnik für den Anfang viel besser funktioniert hätte. Schliesslich sind wir alle anders und an unterschiedlichen Punkten in unserem Leben und da funktioniert eben vielleicht das eine besser als das andere.

Ich gebe dir daher so kurz vor Weihnachten, wo unser Stresspegel in der Regel ansteigt, 3 andere Entspannungsmöglichkeiten als Alternative zur Meditation.

3 Alternativen zur Meditation

  1. Mache einen Spaziergang in der Natur
    Versuche dabei nicht an deine To-do Liste zu denken, sondern geniesse die Natur um dich herum. Versuche im Hier und Jetzt zu sein, statt schon wieder deine nächsten Schritte zu planen. Beim Laufen in der Natur gelingt es mir viel besser mein Hirn abzuschalten, als beim «Still Sitzen».
  2. Entspanne kurz und aktiv alle deine Muskeln
    Setze dich auf einen Stuhl oder lege dich hin. Das Prinzip ist einfach: Spanne aktiv Muskelgruppen an (für ca. 5 Sekunden) und lasse sie dann wieder los (für ca. 10 Sekunden). Fange am besten bei deinen Beinen an und arbeite dich deinem Körper entlang nach oben. Vielleicht denkst du beim Loslassen der Muskeln noch an das Wort «Entspannen» oder «Relaxen».
  3. Schüttle dich
    Wer Stress schnell abbauen will, der nehme sich 2-5 Minuten Zeit und stellt sich am besten barfuss auf den Boden. Danach fängst du an zuerst den rechten Arm, das rechte Bein, den linken Arm und dann das linke Bein auszuschütteln. Danach schüttelst du den ganzen Körper (wie wenn du eine einzige Springfeder wärst). Atme durch die Nase ein und den Mund aus (lasse auch gerne Töne heraus, die heraus wollen). Lege vielleicht noch Musik dazu auf, die du magst und schüttle deinen ganzen Stress so richtig aus dir raus.

Was hilft sonst noch?

Natürlich half es mir auch, meinen oben genannten gedanklichen Hürden und Überzeugungen auf die Schliche zu kommen, um generell entspannter mit dem Thema Meditation umzugehen und die Meditation damit tatsächlich in mein Leben zu lassen. Oder kreativer mit Meditation umzugehen. Das ist dann ein Post für ein anderes Mal.

Ach und im übrigen, wer bei mir das Rundum Sorglos Paket bucht, bekommt nicht nur eine wöchentliche Yogastunde, sondern viele Tipps rund ums Stressmanagement und Meditation dazu.

Lass mich wissen, wie du deinen Stress abbaust. Meditierst du oder hast du eine andere Alternative für dich entdeckt? Was funktioniert für dich? Bist du dir deinem Stress überhaupt bewusst?

Ich wünsche dir eine möglichst stressfreie Weihnachtszeit und bis bald.

Alles Liebe,

Carmen

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