Warum die richtige Ernährung für dein neurodiverses Kind so wichtig ist

Mein Sohn hatte mit 3.5 Jahren Durchfall. 7 mal am Tag und einen wunden Popo. Zu diesem Zeitpunkt war auch klar, dass er einen Entwicklungsrückstand hat. Jedem Arzt dem ich unser Durchfallproblem erklärte, wollte aber keine weiteren Untersuchungen oder Tests machen. Als ich nachfragte ob Nahrungsmittelunverträglichkeiten ein Grund sein könnten, wurde dies ebenso vernachlässigt bzw. nach viel Zureden nur auf Zöliakie getestet (welches negativ war). Damit war die Sache für meine Kinderärztin auch wieder erledigt. Was man mir aber regelmässig anbot waren Medikamente die seine Verhaltensauffälligkeiten verbessern sollten. Wobei die Nebenwirkungen die diese Medikamente aber hatten, in Kauf genommen wurden.

Heute ist mir eines klar – die richtige Ernährung spielt eine zentrale Rolle für neurodiverse Kinder, wenn Symptome und Verhaltensauffälligkeiten ohne Nebenwirkungen verbessert werden sollen. Obwohl dass wahrscheinlich immer noch die Mehrheit der westlichen Mediziner abstreitet. Heute wünschte ich mir, dass ich schon früher auf meine eigene Intuition gehört hätte. Denn heute ist Durchfall bei meinem Sohn Geschichte!

Warum spielt der Darm eine so grosse Rolle?

Den meisten von uns wurde nämlich weiss gemacht, dass Autismus, ADHS, Entwicklungsstörungen und andere neurologische Erkrankungen ihre alleinige Ursache im Gehirn (oder in der Genetik) haben. In der Realität hat unser Körper aber 3 Gehirne: das Kopf-Hirn, das Darm-Hirn und das Herz-Hirn. Alle 3 sind mit eigenen Nervensystemen ausgestattet und beeinflussen sich gegenseitig nachhaltig.

Wenn unser Darm also unter Dauerstress und entzündlichen Prozessen leidet, dann wird auch unser Hirn davon beeinträchtigt (Leaky gut= leaky brain). Man spricht hier auch von der Darm-Hirn Achse. Oftmals findet sich bei Autisten ja auch genügend Hinweise und Symptome die mit dem Darm in Zusammenhang stehen:

  • Durchfall oder Verstopfung,
  • Bauchweh,
  • Blähungen,
  • Unter – oder Übergewicht,
  • Infektanfälligkeit,
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten,
  • Hautprobleme,
  • Probleme mit der Entgiftung

Dadurch lassen sich eben auch viele der Verhaltensauffälligkeiten, letzten Endes auf Probleme mit dem Darm oder mit dem was wir Essen zurückführen. Hyperaktivität, schnelle Stimmungsschwankungen, fehlender Fokus und Konzentrationsschwierigkeiten etc. die Liste ist lang.

Oder wie Hippokrates schon sagte: «Alle Krankheiten beginnen im Darm.» Wie recht dieser Mann doch vor so vielen Jahrhunderten schon hatte.

Welche Form der Ernährung ist denn «die Beste»

Eine allgemeingültige Antwort darauf zu geben ist nicht ganz einfach. Denn am Ende des Tages, ist die Biochemie jedes einzelnen Körpers einzigartig und die Ursache für die Dysbalancen vielfältig. «Die» Diät für diese Kinder ist also nicht ganz einfach zu finden und sollte im Idealfall sowieso individualisiert sein. Obwohl es viele Diäten für genau diese Kinder gibt. Die stelle ich euch gerne mal in einem anderen Artikel vor. Für mich ist es wichtig, eine Ernährung zu etablieren die Entzündungsprozessen im Körper entgegenwirkt. Und wenn ich mal aus yogischer Sicht spreche, dann eine solche die zumindest noch im Ansatz «Lebensenergie» besitzt, die der süsse Schokoriegel, die Nudeln und die Brezel vom Bäcker eben nicht mehr hat. Das im Alltag umzusetzen ist gar nicht immer so einfach (vor allem wenn es schnell gehen soll).

Auf was du achten solltest

  • Kaufe wann immer möglich, biologisch angebaute Nahrungsmittel, je weniger Pestizide desto besser
  • Lasse auch sonst chemische Inhaltsstoffe weg. Fange an die Zutaten/Inhaltsliste der eingekauften Nahrungsmittel durchzulesen. Farb- und Konservierungsstoffe oder sonstige chemische Zusatzstoffe gehören nicht in unsere Lebensmittel. Wenn ein Produkt über Monate in deinem Schrank haltbar ist, dann frage dich mal wieso.
  • Lasse hochverarbeitete Lebensmittel weg. Kaufe daher möglichst unprozessierte Nahrungsmittel (also frisches Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch etc)
  • Reduziere hochentzündliche Nahrungsmittel, allen voran Zucker und Süssstoffe (lies hier den Blog), genauso wie Milchprodukte, Transfette, Alkohol (okay bei unseren Kindern ist wenigstens das hoffentlich nicht das Problem) und Gluten (oder zumindest Weizenmehl).

Die gute Nachricht ist doch die, es gibt Ansätze die die Symptome auf natürliche Weise bei deinem Kind verbessern. Ernährung und ihr Einfluss auf die Biochemie des Körpers ist dabei ein wichtiger Faktor und diesen kannst du als Mutter oder Vater massgeblich beeinflussen! In meinem  6 monatigen Transformationsprogramm leite ich dich durch die Basics solch einer Ernährungsumstellung durch. Oder kaufe dir gerne den Onlinekurs “1×1 im Umgang mit neurodiversen Kindern”, dort erkläre ich dir die physischen Zusammenhänge noch viel besser!

Bist du ready dafür? Was sind deine Erfahrungen mit Ernährung? Hast du schon etwas verändert oder hast du noch gar nie darüber nachgedacht?

Alles Liebe,

Carmen

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