Hilfe, mein Kind lügt mich die ganze Zeit an!

3 Soforttipps wie es anders wird

Ein Punkt der bei uns an der Tagesordnung war und auch heute noch manchmal ist. Egal was der Auslöser meines Fragens war, ich bekam meist eine Antwort auf die ich mich nicht verlassen konnte, dass sie auch stimmte. Oftmals bekam ich frei erfundene Antworten zurück, die schon ganz offensichtlich nicht stimmen konnten. Es war frustrierend. Nicht nur dass ich mich auf nichts verlassen konnte, was mein Kind mir erzählte, ich fand es auch extrem respektlos. Wer mag es schon, wenn er die ganze Zeit angelogen wird? Ich jedenfalls nicht. Wie konnte ich das ändern fragte ich mich. Ich fing also zuerst einmal an, mir Klarheit zu verschaffen, was da alles so an Gedanken hoch kam, wenn mich mein Sohn belog.

Was sind denn die typischen Gedankengänge, die bei uns hochkommen, wenn dein Kind dich «anlügt».

  • Mein Kind respektiert mich nicht. Wie respektlos.
  • Was mache ich falsch, dass mein Kind mich die ganze Zeit anlügt?
  • Woher hat mein Kind das nur? Ich lüge doch auch nicht.
  • Ich hab es so satt. Nicht schon wieder so eine abstruse Story.
  • So kann ich meinem Kind nicht helfen. Am besten lass ich es in Zukunft.
  • Das nächste mal gehe ich einfach vom schlimmsten aus.
  • Wenn du mich noch einmal anlügst, gehst du in dein Zimmer.
  • Ich glaube dir nie mehr etwas. Mein Vertrauen ist dahin.

Alle diese Gedankengänge sind entweder selbstzerstörerisch oder aber zerstören dir auf Dauer die Beziehung mit deinem Kind. Denn sie unterstellen einfach immer eine Art von Bösartigkeit und Absicht deines Kindes. Es braucht also eine neue Sichtweise auf den Grund, warum mein Kind mir nicht die Wahrheit sagen kann. Und je mehr ich über die Mechanismen dieser Kinder zu verstehen lernte, um so einfacher gelang es mir, diese andere Sichtweise einzunehmen.

Ja aber was soll ich denn dann denken, fragst du dich?

Was wenn ich dir sage, dass dein Kind das nicht absichtlich macht. Es kein bösartiges Verhalten ist, sondern das ganze ein Schutzmechanismus deines Kindes ist. Dein Kind damit versucht, aus einer für ihn stressigen Situation zu entweichen. Warum das bei den neurodiversen Kindern viel mehr der Fall ist, als bei anderen Kindern, lernst du übrigens in meinem Onlinekurs 1×1 im Umgang mit neurodiversen Kindern. Solltest du dein Kind also auch noch in irgendeiner Form dafür bestraft haben, dass es dich angelogen hat, dann sei versichert, es wird es das nächste Mal wieder tun.

Was wäre also hilfreicher? Hier die 3 besten Gedanken oder Fragen, die du dir stellen solltest:

  1. Was stresst mein Kind gerade so, dass es mir nicht die Wahrheit sagen kann?
  2. Wie kann ich ihm jetzt helfen?
  3. Was kann ich noch bei mir verändern, dass mir mein Kind in Zukunft vertraut und sich bei mir sicher fühlt?

Wie würdest du dich dann fühlen im Vergleich zu den alten Gedankengängen? Besser, schlechter oder gleich?

Wenn du es schaffst, für dich schwierige Situationen einen reframe zu geben, dann wird ganz vieles für dich leichter werden. Anfangen wird es immer mit deiner eigenen Fähigkeit, solche Situationen wahrzunehmen und dann den reframe zu machen. Dabei helfe ich dir gerne. Denn das ganz alleine zu schaffen, ist gar nicht so einfach.

Wir haben diese Situationen heute ab und zu immer noch, es persönlich nehmen, dass mir mein Sohn nicht die Wahrheit sagen kann, tue ich nicht mehr. Aber die Frustration ist manchmal immer noch da. Dass ist meine eigentliche Aufgabe, weiter an MIR zu arbeiten und dann wird auch dieses Verhaltensmuster mit der Zeit noch weniger werden.

Du schaffst das auch! Ich glaube an dich!

Alles Liebe

Carmen

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