Heilung ist nicht möglich – aber was wenn doch?

Über den Glauben und die Hoffnung

Der erste Satz, den wir nach der Autismus und ADHS Diagnose unseres Arztes erhalten haben, war folgender: «Also erst mal muss ich Ihnen sagen, dass Autismus nicht heilbar ist.»

BUMM, da war er, dieser eine Satz, der in mir als Mutter nicht nur Panikattacken hervorrief, sondern auch jegliche Hoffnung auf Besserung dieser Verhaltenssymptome. Denn die einzige Alternative die mir geboten wurde, waren Medikamente, die mein Kind ruhig stellen sollte. Damit wir endlich wieder ein friedliches Familienleben haben konnten. Aber zu welchem Preis, fragte ich mich. Nun ja ich sollte es herausfinden. Denn wir probierten die Medikamente aus, Ritalin um genau zu sein. Wie es uns damit erging und warum ich davon überzeugt bin, dass sie nicht die Antwort auf das Problem sind, ist eine Geschichte für ein anderes mal.

Heute will  ich aber darüber schreiben, was es mit Eltern macht, wenn man in diese absolute Hilflosigkeit und Aussichtslosigkeit rutscht. Aber ich möchte auch gerne Hoffnung machen, denn das mehr möglich ist, beweist uns unser Sohn gerade jeden Tag aufs Neue. Und dass ein ruhiges Familienleben wieder möglich ist, liegt weitestgehend an uns selbst! Wenn wir uns getrauen das Steuer zu übernehmen und nicht ein hilfloser Rücksitzfahrer bleiben, der von den Aussagen der Ärzte fest im Schleudersitz gehalten wird.

Was also macht diese Hilfs- und Aussichtslosigkeit mit uns Eltern und ihren Kindern?

  1. Wir übergeben damit meist die Verantwortung für die Behandlung und Gesundung (oder eben nicht) an Externe ab (Ärzte, Therapeuten und Co) und geben damit unser Kind ein Stück weit auf.
  2. Dein Kind spürt das sofort. Denn neurodiverse Kinder sind meist extrem feinfühlig.
  3. Dieses Gefühl zieht dir zusätzlich unbewusst jeden Tag eigene Energie ab, die du so dringend für dich und dein Kind brauchst. Auf Dauer erleiden viele Eltern neurodiverser Kinder einen Burnout oder werden anderweitig krank.
  4. Ängste über die Zukunft deines Kindes machen sich in dir breit und damit wird es schwierig für dich präsent und ruhig zu bleiben. Gerade deine eigene Ruhe ist aber so wichtig für die Entwicklung deines Kindes. Frustrationen sind daher meist vorprogrammiert.

Dieser eine Satz schafft es also, dich und dein Kind auf Dauer unter anderem genau an dem Punkt zu halten, den dir dein Arzt prognostiziert hat.

Dann stolperte ich über dieses Interview, in dem ehemalige Krebspatienten interviewt wurden. Sie wurden von Ärzten alle als unheilbar eingestuft und hatten nur noch kurze Zeit zum Leben prognostiziert. Heute, viele Jahre später, sind sie immer noch am Leben und gelten als geheilt. Wie kam es also dazu, dass diese Menschen das unerklärliche schafften? Die Forscherin interviewte alle diese Menschen und kam auf einen gemeinsamen Nenner von 9 Dingen, die alle Erkrankten änderten. Der Punkt in dem sich alle einig waren, folgende: sie fanden alle Ihr Warum. Warum sie noch leben wollten und warum sie auf keinen Fall aufgaben gesund zu werden. Sie glaubten jeden Tag daran, dass dies möglich war und glaubten auch an eine grössere Kraft/Universum/Gott etc. die Ihnen dabei half. Der Fokus war also auf dem Gesund werden/sein und nicht auf dem Krank sein!

Warum erzähle ich Euch davon?

Weil dich der Glaube an Heilung oder Verbesserung der Symptome darin bestärkt einen steinigen und schwierigen Weg zu gehen. Er macht dich stark, wo andere keine Kraft mehr haben und aufgeben.

Glaube und Hoffnung gibt dir also Energie, statt sie dir zu nehmen.

Deine Ängste mögen vielleicht noch da sein und ab und zu aufleben, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Darum schaffst du es viel besser präsent zu sein. Du wirst achtsam was im Hier und Jetzt passiert und hier liegt genau der Schlüssel zur Lösung.

Indem du den Glauben an Besserung etablierst kommst du meist auch wieder in die Eigenverantwortung. Wenn dir also der Arzt nicht dabei helfen kann, dann suchst du dir Hilfe die dich auf deinem Weg unterstützt. So individuell wie möglich.

Du wirst deinem Kind gegenüber anders auftreten können, du wirst ruhiger und gelassener werden und dieses Vertrauen, welches du hast, spürt auch dein Kind. Es ist wie Balsam für deine, aber auch für seine Seele. Denn damit merkt dein Kind, dass es bei Dir gut aufgehoben ist, egal was kommt. Du kreierst in diesem Moment, wo du glaubst und vertraust– Sicherheit für dein Kind. Und damit wird Entwicklung bei deinem Kind möglich.

Wie du siehst bin ich fest davon überzeugt, dass Eltern der Schlüssel zur natürlichen Symptomverbesserung ihrer Kinder sind. Dazu brauchen sie Informationen, die richtigen Werkzeuge und Fähigkeiten aber eben auch eigene Resilienz – und zu der trägt Glaube, Hoffnung und Vertrauen eindeutig bei.

Wenn Du noch daran zweifelst, dass auch die Symptome deines Kindes besser werden können, dann empfehle ich dir dringend meinen Onlinekurs  zu erwerben oder ein kostenloses Erstgespräch mit mir zu führen, wie deine eigene Reise weiter gehen kann.

Ich wünsche dir also viel Glauben, Hoffnung und Vertrauen und sollte es dir daran manchmal fehlen, dann melde dich bei mir, denn ich schaffe mit dir gemeinsam den Raum, bis du sie wieder selbst findest!

Alles liebe,

Carmen

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