Hast du auch ein Zahnpasta Problem bei deinem neurodiversen Kind?

Was du als Mama wissen solltest

Kennt Ihr das auch? Euer neurodiverses Kind, isst die Zahnpasta förmlich, spuckt ganz bestimmt nichts davon aus, sondern schluckt einfach alles runter? Die Menge an gut schmeckender Zahnpasta mit Erdbeergeschmack wird auch gleich mal überdosiert? Bei uns war das Standard.

Beim Kochen habe ich dann noch Fluoridiertes Salz benutzt und im Wasser das wir tranken war ganz natürlich Fluorid drin.

Nun ist es so, dass die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, fluoridiertes Speisesalz zur Kariesprophylaxe zu verwenden, wenn man in Gegenden mit einem niedrigen natürlichen Fluoridgehalt im Trinkwasser lebt. Niedrig bedeutet, dass der Fluoridgehalt unter 0,7 Milligramm Fluorid pro Liter Trinkwasser liegt. Natürlich kennen die wenigsten von uns den Fluoridgehalt unseres Trinkwassers, beim Mineralwasser schwankt der Wert je nach Marke auch erheblich.

Der Zahnarzt empfiehlt auch die fluoridhaltige Zahnpasta, am besten noch das Elmex Gelee, da es eine karieshemmende Wirkung besitzt. Schliesslich wollen wir ja alle das “Richtige” tun.

Was die wenigsten von uns wissen, ist jedoch, dass Fluor umstritten ist und bei einer zu grossen Aufnahme, vor allem bei Kindern es zu Problemen kommen kann:

Mögliche Nebenwirkungen

  1. Braune Zahnverfärbungen oder weisse Flecken
  2. Erhöhtes Risiko von Knochenbrüchigkeit
  3. Erhöhtes Krebsrisiko
  4. Es aber auch zu Angstzuständen, Depressionen und Kognitiven Beeinträchtigungen kommen kann
  5. Schleimhautverätzungen, Übelkeit und Bauchschmerzen
  6. Entwicklungsstörungen
  7. Blockieren die Schilddrüsenfunktion

Die meisten wissen auch nicht, dass Fluor noch aus anderen Quellen kommen kann wie z.B.:

  1. (Schwarzt)tee und Kombucha (der meist aus Schwarztee gemacht ist)
  2. Konventionell produziertes Obst und Gemüse, die oft mit fluoridhaltigen Chemikalien gespritzt werden
  3. Medikamente können sogenannte Organofluoride enthalten (z.b. gewisse Antibiotika, Anästhetika oder Medikamente gegen Depressiva)

Was also tun, wenn mein neurodiverses Kind die ganze Zeit Zahnpasta schluckt und ich mein Kind nicht weiter mit Fluorid belasten will, aber auch kein Karies möchte? Ich gebe es zu, dass Putzen an sich ist ja meistens auch noch problematisch und unsere Angst als Eltern mit unseren Kindern zum Zahnarzt zu müssen sitzt tief. Zum einen weil wir dann als elterliche Versager dastehen könnten, zum anderen aber auch, weil unsere neurodiversen Kinder ganz sicher nicht «einfach so mitmachen». Unser Druck unsere Kinder zum richtigen Zähneputzen zu überreden ist also gross und die Motivation unserer Kinder meist eher klein. Eine Kombination die daher meist zum Scheitern verurteilt ist.

Hier meine 7 Tipps:

  1. Benutze fluoridfreie Zahnpasta für Kinder, dann ist es nicht ganz so tragisch wenn mal was geschluckt wird (achte im übrigen auch auf andere Inhaltsstoffe bei der Zahnpasta)
  2. Achte lieber darauf, dass deine Kinder keinen oder wenig Zucker zu sich nehmen und zuckerarme Früchte zu sich nehmen
  3. Suche Zahnpasta die möglichst nicht nach «Essbarem» schmeckt, also lass den Erdbeer-, Kaugummigeschmack etc. besser weg
  4. Solltest du selbst Kariesvorbelastet sein, dann stelle sicher, dass Ihr kein Essbesteck teilt um Kariesbakterien zu übertragen
  5. Versuche Zähneputzen lustig zu machen oder interessant (z.b. mit einer elektrischen Zahnbürste, eine Geschichte dazu erzählen und erst wenn sie fertig ist, darf das Kind aufhören….. )
  6. Fördere einen gesunden Darm, denn auch die Zahngesundheit kann wieder mal vom Darm beeinflusst werden
  7. Du bist Vorbild, zeige ihm also wie ausspucken geht und es sogar Spass machen kann, aka Zielspuckwettbewerb

Sollte dein Kind Probleme mit der Zahngesundheit haben, besprich dich gerne vorher mit deinem Zahnarzt oder Arzt. Aber jeder wird dir wahrscheinlich etwas anderes raten.

Zum Schluss will noch gesagt sein, Fluoridmangel gibt es nicht. Das bedeutet: selbst wenn du deinem Kind keine Zahnpasta, Salz oder Wasser mit Fluor gibst, wird es keinen Mangel erleiden und Karies entwickeln. Dazu muss man aber wissen wie sich Karies eigentlich entwickelt.

Woher kommt Karies denn?

Karies ist nämlich keine Mangelerscheinung an Fluorid, sondern unter anderem die Folge einer ungünstigen Lebensweise und Ernährung aber auch eines schlecht funktionierendem Darms.

Ich für meinen Teil, habe unsere Fluorid Quellen eliminiert. Nicht nur die fluoridhaltige Zahnpasta, sondern auch das fluoridhaltige Salz, wir essen biologisch angebautes Obst und Gemüse und wir trinken gefiltertes Wasser. Obendrauf habe ich unsere Ernährung angepasst. Ein win-win für alle. Allerdings gebe ich zu, dass das Putzen selbst immer noch ein Problem bei uns ist. Aber wie bei allem, nehme ich einen Schritt nach dem anderen und kann daher gelassener damit umgehen.

Schreib mir, was du so über Fluorid denkst und was du schon alles bei dir zu Hause verändert hast oder noch nicht, aber vielleicht durch diesen Artikel dazu angeregt wurdest.

Alles Liebe,

Carmen

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