Du Bist, was du isst!

Letzte Woche haben wir uns also die vielen zusätzlichen Reize angeschaut, die unseren Kindern in der Weihnachtszeit das Leben sprichwörtlich schwer machen können. Im heutigen Blogartikel dreht sich alles um die liebe Ernährung. Denn der Spruch «Du Bist, was du isst» könnte nicht zutreffender sein.

Der Duft von Plätzchen und Lebkuchen ist das eine, aber der Genuss von all diesen Süssigkeiten, Kuchen, Panettone und schwerem Essen macht uns und unseren Kindern die Weihnachtszeit mindestens genauso schwer. Nicht zuletzt nehmen die meisten von uns Erwachsenen in dieser Zeit ein paar extra Kilos zu, um sich dann im Januar voller Elan und guten Vorsätzen eben diese wieder abzutrainieren.

Warum ist die Ernährung wichtig?

Die Basis für Hirngesundheit ist die Darmgesundheit. Genauso wie Hormongesundheit, Hautgesundheit und vieles andere in der Darmgesundheit verankert ist. Wenn du ein Kind mit neurologischen Diagnosen hast, ist der Weg zu einem gesunden Darm unerlässlich.

Lese gerne nochmals 2 frühere Blogartikel von mir:

Warum ist Weihnachten besonders tricky?

Unsere Überzeugungen helfen nicht immer

Für viele Eltern gehört in der Weihnachtszeit Plätzchen, Lebkuchen und Co einfach dazu. Oder anders gesagt ein Weihnachtsfest ohne Plätzchen (Panettone etc) ist kein Weihnachtsfest. Wir handhaben dies meist genauso wie wir Weihnachten in unserer Kindheit selbst erlebt haben.

Ausserdem ist die Angst der Kinder aber auch von uns Eltern gross, dass die Kinder zu kurz kommen, aussen vorstehen, wenn die anderen Kindern zugreifen dürfen. Dies fällt uns besonders schwer, da unsere besonderen Kinder ja bereits sowieso auffallen und dann ist es doch schön, wenn sie wenigstens das essen dürfen, was alle anderen essen. Dass wir unseren Kindern (und uns selbst) aber damit keinen Gefallen tun, ist der Nachteil und die Konsequenz dieser Entscheidung.

Was wir essen, tut unseren Kindern nicht gut

Phenole: Phenole in Form von Duftstoffen wie im letzten Blogartikel erwähnt (Hier nochmals der Link) kommen auch in Lebensmitteln und Lebensmittelzusatzstoffen (in Form von Farbstoffen und Aromen) vor und sind oft Auslöser für aggressives Verhalten und Hyperaktivität sowie Schlafprobleme. Aber auch viele gute Nahrungsmittel wie Äpfel, Orangen, Mandeln, Zimt, Nelken und Honig (die wir in der Weihnachtszeit vermehrt einsetzen) beinhalten natürliche phenolische Strukturen. Bei Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten sind oftmals genau diese phenolischen Verbindungen problematisch zu «entgiften» und verursachen daher erhebliche Symptome.

Glutamat: Genauso wie die vielen guten Sossen die mit Knorr und Maggi Brühe angereichert wurden, die alle Mononatriumglutamat beinhalten, welches für zusätzlichen Stress und Hyperaktivität sorgt. Glutamat ist eigentlich auch ein natürlich vorkommender Neurotransmitter und wirkt eben er/anregend. Mehr davon brauchen Kinder mit Hyperaktivität wirklich nicht.

Zucker: über zuviel Zucker rede ich heute nicht mehr, lest nochmals meinen Blogartikel wer ihn verpasst hat.

Was kann ich tun?

  1. Arbeite an deiner Einstellung wie Weihnachten auszusehen hat. Für viele von uns ist Essen das Event an Weihnachten. Warum machen wir stattdessen nicht mal eine Aktivität zum Event? Statt in Zukunft also gemeinsam Lebkuchenhäuser zu backen, geht vielleicht Schlittschuhfahren oder macht einen Spaziergang im Wald, mit dem Hund etc. Zeige deinen Kindern, dass das Leben aus mehr besteht als aus Essen.
  • Vermeide gekaufte Süssigkeiten und Plätzchen. Backe selbst, es gibt so viele tolle glutenfreie und vegane Plätzchenrezepte, dass auch für dein Kind etwas dabei sein wird, was ihm schmeckt. Und den Zuckergehalt kannst du dann auch selbst bestimmen und die negativen Farb- und Aromastoffe vermeiden.
  • Ihr geht in ein Restaurant zum Essen? Vielleicht kannst du die Wahl des Restaurants mitbestimmen. Wenn nicht, dann lese dir die Speisekarte gut durch. Es gibt immer bessere und weniger geeignete Gerichte. Kartoffeln, Reis, Gemüse, Fleisch ohne Sosse gibt es zum Glück fast überall…
  • Ihr seid bei Familie oder Freunden eingeladen. Weihe diejenigen in deine neuen Essenspläne ein, von denen du denkst, sie werden dich in deiner Mission einer gesünderen Ernährung unterstützen. Wenn du Einfluss auf die Menüwahl haben kannst super, wenn nicht, dann stelle sicher, dass ihr dort nicht schon hungrig hingeht. Bringe vielleicht eigene Plätzchen oder das Dessert/ Vorspeise mit, somit weisst du, dass es deinen Vorstellungen entspricht.
  • Wir Essen an Weihnachten immer das gleiche, das ist Tradition und soll auch so bleiben. Das ist auch so eine Überzeugung, die wir für uns überprüfen dürfen. Nimm einen tiefen Atemzug und gehe in dich. Um was geht es dir an Weihnachten wirklich. Darum jedes Jahr das gleiche zu Essen oder bleibende Erinnerungen zu schaffen? Wenn es das letztere ist, dann willkommen in meinem Tribe.

Lange Zeit, habe ich mir Sorgen gemacht, dass sich meine Kinder ausgeschlossen fühlen, wenn sie nicht das essen dürfen, was alle anderen essen. Aber je länger wir auf dieser Ernährungsumstellung sind und ich die Verbesserungen im Verhalten bei meinen Kindern sehe umso mehr bin ich mir bewusst, dass dieser harte und schwierige Entscheid nicht mehr länger ein schwieriger Entscheid ist. Denn heute sehe ich, dass wir alle gesünder und glücklicher sind und sich mein Kind endlich wieder entwickelt. Und im Übrigen sehen das meine Kinder inzwischen auch so (die meiste Zeit jedenfalls).

In diesem Sinne, auf unsere Gesundheit.

Alles Liebe

Carmen

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