Die 5 grössten Irrtümer bei der Selbstfürsorge und wie du es besser machen kannst

Erzählt dir auch immer jeder das Selbstfürsorge wichtig ist und du unbedingt gut auf dich selbst schauen musst, damit es auch deinem Kind gut gehen kann – aber du weisst einfach nicht, wie du noch mehr Zeit für Selbstfürsorge in deinen sowieso schon vollen Terminkalender einplanen sollst? Oder aber auch das Geld nicht für diese Dinge ausgeben kannst oder willst?

Mir ging es lange so. Denn Selbstfürsorge war für mich ganz lange Zeit ein Yogawochenende oder ein Termin beim Frisör oder der Pediküre. Das Geld dafür hatte ich zwar, aber Zeit dazu keine und jedes Mal wenn ich weg von zu Hause war, drückte mich doch irgendwie das schlechte Gewissen. Ich war einfach nicht die erste Priorität in meinem Leben. Heute will ich daher mal ein bisschen über meine grössten Irrtümer bezüglich Selbstfürsorge schreiben, aber auch nochmals aufgreifen, warum das ganze tatsächlich so wichtig ist und wie man dem schlechten Gewissen daher beikommen kann.

Warum ist Selbstfürsorge überhaupt so wichtig?

Eltern neurodiverser Kinder erfahren oft chronischen Stress. Die Ungewissheit was das Beste für das Kind ist, das Fehlverhalten auszuhalten, das Sich-erklären, den Therapieplan einzuhalten, Arzttermine zu planen und war zunehmen oder die Angst um die Zukunft. All das hält uns 24/7 unter Stress (zu all dem anderen Stress, den wir zusätzlich haben oder uns machen). Wer diesem Alarmzustand zu lange ausgesetzt ist, wird meist selbst krank oder gibt sein Kind, die Familie oder sich selbst irgendwann auf. Wenn deine Akkus also auf Dauer tiefenentladen sind, wie bei deinem Handy auch, geht der Akku kaputt. Eine Aufladung des Akkus wird jetzt schwer. Genauso ist es bei deinem Körper auch, wer mal im Burnout landet, hat keine Energie für nichts. Wieder auf ein normales Energielevel zu kommen ist oft ein langer anstrengender Weg.

Wer demnach wirklich seinem neurodiversen Kind helfen will und für es bestmöglich da sein will, ja es sogar in seiner Entwicklung unterstützen will, dem kann ich nur eines empfehlen.

«Das grösste Geschenk, dass Eltern ihren neurodiversen Kindern machen können, ist sich selbst zu entstressen.» C. Stoffel

Aber dieses Entstressen fällt uns in unserer Leistungsgesellschaft zunehmend schwer. Unsere Gesellschaft, die voller Erwartungen und Beurteilungen gegenüber diesen Andersartigen Kindern ist, genauso wie wir selbst einen Anspruch haben, wie die «Dinge» zu laufen haben. Dabei bewegen wir uns in einem ermüdenden Dreieck aus Arbeit/Gelderwerb, Zeitmangel und einem Gesundheitssystem, welches nicht für chronische Erkrankungen ausgelegt ist und uns oft dadurch im Stich lässt.

Nicht die besten Voraussetzungen für konsequente Selbstfürsorge, oder?

Die Irrtümer

  1. Selbstfürsorge braucht viel Zeit
  2. Selbstfürsorge ist teuer
  3. Selbstfürsorge ist ein To do, welches man zur Not streicht
  4. Selbstfürsorge ist egoistisch
  5. Selbstfürsorge wird nur mit dem körperlichen/materiellen verbunden (z.b. Pediküre, in den Sport zu gehen oder ich kaufe mir ein neues Kleid, Schuhe etc.)

Die meisten dieser Irrtümer (zumindest Nummer 3 und 4) lösten sich bei mir auf, als mir bewusst wurde, wie wichtig ich als Mama für die Entwicklung meines neurodiversen Kindes war. Selbstfürsorge war nicht nur für mich, es befähigte mich auch auf bessere Art und Weise meinem Kind zu begegnen und hierin lag der Schlüssel. Aber bei einem Puls auf 180 geht einem die Achtsamkeit logischerweise verloren, die man hierfür so dringend benötigen würde.

Des Weiteren war mir gar nie bewusst, dass Selbstfürsorge auf ganz vielen anderen Ebenen anzusiedeln ist, als nur sich etwas «zu gönnen». Nachdem das 50. Paar Schuhe im Schrank war, war der Nutzen und der Reiz neue Schuhe zu kaufen, sowieso verblasst. Was war mit emotionaler Selbstfürsorge, mit dem Umgang meiner Gefühle, was war mit der körperlichen Selbstfürsorge die weit über den Frisör oder den Fitnessstudio Termin hinausging? Was war mit der sozialen oder spirituellen Selbstfürsorge und vor allem der Fürsorge für unseren Geist und Verstand? Die existierte bei mir nicht. Und daher wusste ich auch nicht, dass ein bisschen mehr Selbstfürsorge im Alltag weder viel Zeit noch Geld brauchte.

Alles was Selbstfürsorge braucht, ist ein bisschen Wissen darum, Achtsamkeit und den Willen diese regelmässig in seinen persönlichen Alltag einzubauen.

Hier höre ich auf zu schreiben und lasse dich stattdessen erleben und eigene Erfahrungen zu machen. Dazu habe ich eine 7-tägige «Sei gut zu dir» challenge auf meiner Webseite hochgeladen. Dort wirst du jeden Tag ein ca. 10-minütiges Video in deinen Posteingang erhalten in der ich dir eine neue Ebene der Selbstfürsorge vorstelle und dir eine Übung dazu mitgebe.

Ich wünsche Dir viel Spass dabei und schreib mir gerne, wie es dir ging und was du in deiner Selbstfürsorge ändern wirst. Deine Erfolge sind meine Erfolge!

Alles Liebe

Carmen

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